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Abschiebung der Familie Tamoyan

Die Piratenpartei Rhein-Pfalz positioniert sich klar gegen die Abschiebung der Familie Tamoyan und fordert eine sofortige Rück- und Zusammenführung.

Nach der Anmeldung der morgigen Demo, am 23.04.2021 um 16:00 am Lichttor vor dem Rathausplatz durch Dolly El-Ghandour und den im Ortsbeirat Mundenheim und im Sozialausschuss vertretenen Piraten-Politiker Sebastian Hochwarth und dem großen medialen Echo freut es uns, dass sich nun auch einige andere Parteien für das Thema interessieren.

Ob die Abschiebung nur aus moralischen Gründen zutiefst verwerflich oder auch unrechtmäßig ist, ist zunächst sekundär. Fakt ist, dass die Abschiebung, so wie sie stattgefunden hat, absolut inakzeptabel ist. Schwammig-halbwahre Aussagen in der Stellungnahme der Stadt können daran auch nichts ändern.
Warum wurde die Familie am fünften Geburtstag der Tochter den beschwerlich, langen Weg über Berlin abgeschoben und nicht vom deutlich näheren Frankfurt?

Warum musste hat die Abschiebung erst um ca 22:00 begonnen und nicht wesentlich früher? Um 19:30 war zwar offensichtlich schon jemand von Polizei und/oder Ausländerbehörde vor Ort, aber zu dieser Zeit war noch nicht die Rede von der Abschiebung.

Thar, der untergetauchte Sohn der Familie, hatte durch seine gute Arbeit während des Praktikums bereits einen Vorvertrag zur Ausbildung in der Tasche und der schriftliche Vertrag war vorbereitet.

Da die Familie seit 2017 in Deutschland lebte, hätte sie nach §25a AufenthG in wenigen Monaten die Chance auf ein Bleiberecht gehabt. War die Abschiebung vielleicht auch deswegen so dringend?

Auch ist uns aus zuverlässiger Quelle bekannt, dass das Handgeld nicht ausgezahlt wurde. Wenn dies anders sein sollte, kann die Stadt das sicherlich durch unterzeichnete Quittungen belegen.

Warum wurde die Familie, deren Schutz laut Grundgesetz zu oberst steht, auseinander gesprengt? Die Eltern und das minderjährige Kind wurden getrennt, die zwei kleinen Geschwister wurden von den weiterhin hier lebenden Großeltern getrennt und Geschwisterkinder wurden auch getrennt.

Wo bleibt der Aufschrei des Jugendamtes hierzu?

Selbst wenn der von der Familie eingelegte Widerspruch formell nicht ausreichend war, so gab es keine Begründung, eine solche Menschenverachtung zu demonstrieren.

Es stellt sich die Frage, ob die Entscheider der Ausländerbehörde ihren Aufgaben einfach nicht gewachsen sind oder ob diese Aktion bewusst und vorsätzlich beauftragt wurde.

In jedem Fall sollten hier personelle Konsequenzen erfolgen!

Aus all diesen Gründen fordern wir eine sofortige Rück- und Zusammenführung der Familie!